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Kim Sykes

Schauspielerin, Schriftstellerin und Malerin

Kim Sykes

Ich bin als Schauspielerin nach New York City gekommen, habe so ziemlich alles gemacht, was ein Schauspieler so tut: Komödie, Improvisationstheater, Werbung, Fernsehen und Theater. Fünfundzwanzig Jahre später bin ich immer noch Schauspielerin, schreibe inzwischen aber auch selbst Theaterstücke und Erzählungen. Nebenbei habe ich angefangen zu malen.

Das Leben ist ein Wahnsinnsspaß, wenn man die Zügel selbst in der Hand hält.

Mein Motto

»Den Vampir wirst du nur los, indem du ihn ins Licht bringst.«

Kurz + knapp …

Wo lebst du heute?

In Manhattan, New York 10036

Was machst du beruflich?

Ich bin Schauspielering / Schriftstellerin.

Hast du irgendwelche Hobbys?

Ja. Ich male, arbeite gern im Garten und mache Dinge mit den Händen.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

„A Fighting Chance“ von Elizabeth Warren.

Und der letzte Film war …?

„Two Lives“

Welche Musik hast du zuletzt gehört?

„Nothing’s Real But Love“ von Rebecca Ferguson.

Welches Projekt hast du als letztes abgeschlossen?

Ich habe ein Theaterstück geschrieben. Es heißt: „In A Roundabout Way“.

Welche historische Persönlichkeit bewunderst du – und warum?

Abraham Lincoln. Ke mehr ich über ihn lese, desto mehre begreife ich, wie schwer es für ihn war, sich nicht unterkriegen zu lassen, trotz all der Gefahren und seiner persönlichen Niederlagen.

Welche Reform hat die Menscheit wirklich weitergebracht?

In Amerika die Gefängnisreform. Es gibt immer noch so vieles zu tun, aber es ist ein echter Anfang, den Kampf der Afroamerikaner für Gleichberechtigung fortzusetzen.

Wer ist für dich ein Held des Alltags?

Jeder, der eine Ungerechtigkeit sieht und etwas dagegen unternimmt.

Gibt es etwas, das du ganz besonders magst?

Ja. Essbares Zeug auf dem Boden ziehen und es dann verspeisen.

Hast du ein Lieblingszitat?

»Es gibt Dinge, die lernt man am besten bei Windstille, und andere im Sturm.« — WILLA CATHER

Etwas ausführlicher …

Heute bist du Schauspielerin, Malerin, erzählst Geschichten, machst noch mehr.
Was hat dich an diesen Punkt in deinem Leben geführt?

Die Erkenntnis, dass was ich wirklich tun wollte nicht in ein normales Berufsbild passte. Ich hatte schon viele Jobs, um meine Kunst zu unterstützen. Und mit diesen Jobs habe ich dann auch Geld verdient, um schreiben, malen und schauspielern zu können. Wie Rilke sagte: „Geduld […] haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und […] versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben.“ Am Anfang war es nicht leicht, diese Lektion zu lernen, aber heute versuche ich, mich in meinem Leben genau danach zu richten.

Erzähl uns noch ein bisschen mehr über deinen Weg …

Ich schreibe, was ich als Schauspielerin spielen möchte. Die Figuren meiner Stücke, meines Romans und meiner Kurzgeschichten haben feste Überzeugungen. Sie geben sich die größte Mühe, von anderen verstanden zu werden und andere zu bewegen, ihnen zuzuhören. Jeder will gehört werden. Ich will auch gehört werden, und ich habe entdeckt, wenn ich mit Humor, Liebe und interessanten Beziehungen über meine Ansichten schreibe, dann gelingt mir genau das. Das Schreiben zwingt mich, den Menschen mit einer meiner eigenen entgegengesetzten Meinung zu verstehen. Und wenn man seinen Gegner versteht, dann hält man den Schlüssel zur Lösung in der Hand. Ich arbeite an einem Stück mit dem Arbeitstitel »Sex and Commerce«. Die Idee dazu bekam ich durch meine Arbeit in einer NGO hier in den Staaten, die sich mit dem Thema Menschenhandel beschäftigt. In diesem Stück geht es um zwei Frauen mit gegensätzlichen Auffassungen zum Thema Legalisierung von Prostitution. Sollte sie legalisiert werden oder nicht? Im Verlauf des Stückes finden die zwei heraus, dass sie erheblich mehr Gemeinsamkeiten haben als Unterschiede, und wir lernen, das ähnliche Umstände sich sehr unterschiedlich auf Frauen auswirken können. Dann arbeite ich noch an einem anderen Stück mit dem Titel »Declaration of Occupation«. Hier geht es darum, was es eigentlich bedeutet, Mensch zu sein.Was unterscheidet uns von Großunternehmen, und wie konnten wir einen Punkt erreichen, an dem ein Unternehmen von sich selbst behaupten kann, es sei wie du und ich? Als Schauspielerin wollte ich schon immer Stücke mit Figuren spielen, die mit gesellschaftlichen Normen kämpfen, die an der Veränderung des status quo arbeiten, die manchmal scheitern und manchmal erfolgriech sind.

Ist Leidenschaft wichtig für dich?

Ja. Leidenschaft ist sehr wesentlich, aber ebenfalls Entschlossenheit, Antrieb und der Wunsch, niemals aufzugeben. Ich versuche, jeden Tag zu schreiben. Ich habe nicht das Glück, jeden Tag schauspielern zu können, obwohl ich dafür bekannt bin, Shakespearesche Monologe zu halten, wenn ich allein im Auto sitze und fahre.

Was sagst du zu Können und Scheitern?

Perfektion ist eine trügerische Sache.Allerdings glaube ich, wenn ich an etwas arbeite, immer wieder und wieder, dann gelange ich schließlich an einen Punkt, an dem ich aufhören kann, „fertig“ bin. Was das Scheitern betrifft — aus jedem Scheitern, aus jeder Niederlage können wir lernen.

Ängste sind …

„Die Höhle, die zu betreten du dich fürchtest, enthält die Schätze, nach denen du suchst.“ Ich bin überhaupt nicht mutig, aber trotzdem … Einmal war ich am frühen Abend allein in meinem Haus auf dem Land. Am Straßenrand parkte ein Auto, darin zwei Männer. Ich war wie gesagt allein, und zuerst hatte ich Angst. Dann bin ich aufgestanden und hinaus gegangen, weiter unerschrocken auf ihren Wagen zu. Sie sind dann weggefahren.

Hast du schon mal etwas bereut?

Ja.

Geld ist wichtig … oder nicht?

Genug, um schreiben, schauspielern und malen zu können. Mehr brauche ich nicht.

Was denkst du zu Kreativität und Inspiration.

Die Menschenrechte sind mir Inspiration. Die Intelligenz ganz normaler, durchschnittlicher Menschen. Träume. Das Verhalten von Tieren. Die Geschichte.

Wie sieht ein  ganz normaler Tag bei dir aus?

Morgens schreiben, tagsüber Vorsprechtermine, gegen Abend malen (allerdings nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) …

Woher bekommst du deine Inspiration?

Die Geschichte ist voller Inspirationen. Besonders, wenn sich Geschichte wiederholt. Was leider fast immer der Fall ist.

Wie wichtig sind Medien für dich, Zeitungen, Fernsehen, Internet?

Dem Himmel sei Dank für Wikipedia.

Wenn du uns einen Lieblingsschriftsteller nennen solltest — wer wäre das? … Und warum?

Nur einen? Rilke wegen seiner geistreichen und wunderbar geschriebenen Briefe an den jungen Dichter, Theodore Dreiser wegen seiner Romane über die Menschen in Amerika, Eugene O’Neil wegen seiner Stücke über Menschen am Rande der Gesellschaft. Auch „Lose Your Mother“, dieser atemberaubend schön geschriebenen Roman von Saidiya Hartman, und last but not least buchstäblich alles, was Thomas Adcock geschrieben hat, ganz besonders aber seine Kriminalromane.

Ist soziales Engagement wichtig für dich?

Absolut. Ohne wären wir doch nur Barbaren.

Bist du glücklich?

Meistens, ja.

Hast du einen guten Rat für jemanden, der Künstler werden möchte?

Mach’s, um jeden Preis. Hör nie auf zu lernen. Der Tag, an dem du denkst, alles zu wissen, ist genau der Tag, an dem du aufhörst, Künstler zu sein.

Gibt so etwas wie ein Vermächtnis, das du hinterlassen möchtest?

Ich hoffe, dass die Liebe zu meiner Familie bleibt, vielleicht ein Weg, dem andere folgen können, und eine Welt, die sicherer ist für Frauen und Mädchen.

Slave in Brooklyn, in: Brooklyn Noir 3, New York [Akashic Books], 2008 iBook Store, amazon.com (Kindle), amazon.de (Kindle) Arrivederci Aldo, in: Queens Noir, New York [Akashic Books], 2012. Die Geschichte wurde von Nikki Giovanni und Bantam Books für die Anthologie »Best African American Fiction of 2010« ausgewählt. iBookStore, amazon.com (Kindle), amazon.de (Kindle)

Kim Sykes hat zwei Theaterstücke geschrieben: Sex and Commerce, 2012 In A Roundabout Way, 2014 Sie ist in Produktionen von Theatern in New York City und anderen Städten aufgetreten, darunter The Actor’s Theater von Louisville, Stageworks, Hudson und Crossroads Theater und das First Amendment Comedy and Improvisational Company. Sie ist Mitglied des Actors Center Workshop Company.

Sie hatte Rollen in den Kinofilmen Marcy (2014), Pariah (2011, Trailer), Herman USA (2001, Trailer) und The Crow (1994). Zu ihren zahlreichen Rollen in Fernsehserien gehören u.a. Person of Interest (2011), The Unusuals (2009), Law and Order (2000); Law and Order: Criminal Intent (2007); West Wing (2001) und weitere Fernsehproduktionen. Ihr aktuelles Kinoprojekt ist der Indpendent-Film Marcy (2014), Regie und Produktion Daniel Freudenberger.

Kim Sykes hat eine Homepage, und auf Facebook ist sie ebenfalls aktiv.

Ich so …
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